Freitag, 5. Februar 2021

Boersenmillionaer.de Premium-Börsenbrief - RWE klarer Kauf + Insiderkäufe!

 

5. Februar 2021:

RWE ist der "green energy Play" Nummer 1 aus dem DAX - Wasserstoff, Windenergie, Solar - Nur keiner bekommt es mit.

 

Heute für Sie exklusiv ein Auszug aus dem heutigen Update unseres Börsenbriefes. Dazu noch eine Anmerkung zur RWE Aktie:
 

 RWE entwickelt sich zum "green energy Play" aus dem DAX. Leider wird dies kaum kommuniziert am Kapitalmarkt. RWE ist und wächst rasant in: Windenergie - Solarenergie - Wasserstoff, diese Aktie vereint alles. Wer interessiert ist, googelt einfach einmal dazu die nötigen Themen. Wann wacht der Kapitalmarkt hier endlich auf?


Update vom 05.02.2021

Die Aktie von RWE ist für mich ein klarer Kauf. Auch Trader sollten hierauf achten. Die Aktie wird massiv und bewusst unten gehalten und wird meiner Meinung nach bald ausbrechen müssen (es sei denn, es gibt irgendwelche schlechten Nachrichten, von denen die breite Masse am Markt noch nichts weiß).

Ich erkläre Ihnen meine Beobachtungen:

  1. )Ich weiß nicht wieso die Aktie die aktuelle Aufwärtsbewegung im DAX nicht mitnimmt. Normalerweise muss die Aktie rein von der Korrelation zum Index bereits jetzt schon um 38,50 Euro notieren, so wie es zuvor am DAX-Allzeithoch auch der Fall war. Im Chart ist dies deutlich zu erkennen:

    rwe05022021
  2. )Die Aktie wird von irgendwelchen Handelsalgorithmen jeden Tag bewusst in ein und demselben Kursmuster „unten“ gehalten. Jeden Tag intraday im Xetrahandel handelt die Aktie nahezu identisch in diesem Muster:

    rwe05022021 2
  3. )Daraus ergibt sich im Tageschart folgende Ausgangslage:

    rwe05022021 3


Der Abwärtstrend ist hier eingezeichnet. Die Aktie wird an dieser roten, abfallenden Widerstandslinie systematisch unten gehalten. Es ist leicht zu erkennen. Diese Formation schreit quasi nach einem Ausbruch nach oben.


4.) Ich weiß nicht wann, aber die Wahrscheinlichkeit für einen Ausbruch nach oben steigen, mit jedem Tag, an dem der Gesamtmarkt an Stärke gewinnt. Meist ist RWE ein „Spätzykler“ und kommt dann mit einer rasanten Aufholjagt nach oben. So zumindest meine Beobachtungen.
 
5.) Das Management kauft seit Wochen Aktien am Markt zu, was immer mal wieder gemeldet wird, siehe unter aktuellen Mitteilungen hier .


 

Fazit:

Die Korrelation DAX / RWE stimmt nicht mehr. Hier schlummert meiner Meinung nach massives Aufholpotenzial.

4

Im Rahmen des Boersenmillionaer.de Premium-Börsenbriefes besitzt der Herausgeber, Herr Boris Schulze, sämtliche beschriebenen Wertpapiere, ETFs oder andere Derivate, welche im Rahmen des „Realdepots" gehandelt werden.

IM FOLGENDEN WERDEN NOCHMALS ALLE WERTPAPIERE DIESES UPDATES, DIE SICH AKTUELL IM BESITZ DES HERAUSGEBERS, HERRN BORIS SCHULZE, BEFINDEN GEMÄß § 34b WPHG EXPLIZIT OFFEN GELEGT:

RWE

Donnerstag, 14. Januar 2021

Varta – Bald im Batteriegeschäft für Elektroautos? Baldiger Shortsqueeze wie bei Tesla? Die Hinweise verdichten sich!


Wird Varta die neue Tesla?

Im Boersenmillionaer.de Premium-Börsenbrief (www.boersenmillionaer.de) sind wir bullisch für die Varta Aktie. Dies hat wie immer gute Gründe, die ich heute hier offenlegen möchte. Zuerst sei jedoch folgendes gesagt: Sollte der Gesamtmarkt nicht kollabieren und/oder die in Apples „Kopfhörern“ zum Einsatz kommenden Mikrobatterien durch Konkurrenz aus Fernost in diesem Jahr ersetzt werden, sehe ich eine sehr interessante Story für das laufende Jahr.

Noch ist der Deckel auf der Varta Aktie.


Jeder Kursanstieg wird abgewürgt. Das Allzeithoch will und will nicht fallen. Es baut sich massiver Druck auf!  Es gibt diverse Themenkomplexe, die am Markt zu Varta allgemein bekannt sind. Meiner Meinung nach sehr gewichtig ist hier die hohe Shortquote von nun fast 9% und der kommende Nachrichtenkomplex, den ich erwarte.

Zur Shortquote:


 
Die Leerverkäufer halten dagegen, gepaart mit größeren Insiderverkäufen von Dr. Dr. Michael Tojner im Dezember 2020:



Die Gründe der Verkäufe sind nicht bekannt. Da Herr Tojner die Mehrheit an Varta besitzt, fallen diese Verkäufe noch nichts ins Gewicht. Sollten sich die Verkäufe jedoch auch im neuen Jahr mehren, müssen wir vorsichtig werden. Soviel zu den bekannten Fakten.

Varta ist die „deutsche Tesla“ der Shortquote

Ich verglich die Situation im Boersenmillionaer.de Premium-Börsenbrief zuletzt mit Tesla im Jahr 2018/2019. Varta ist die „deutsche Tesla“, was die Leerverkaufsquote angeht! Die Argumente der Leerverkäufer (Stichwort: Aufkommende Konkurrenz in der Mikrobatteriefertigung aus Fernost) sind bekannt und sicherlich Teils berechtigt.
Ich halte dagegen. Auch mein Argument ist am Markt bekannt. Allerdings meiner Meinung nach mittlerweile fast in Vergessenheit geraten. Sollte ich recht behalten, wird genau diese News den Aktienkurs zu neuen Allzeithochs verhelfen. Ich spreche von der Batteriefertigung für Elektroautos! Ich habe dies hier in der Vergangenheit schon öfter einmal im Boersenmillionaer.de Premium-Börsenbrief erwähnt.

Kommt schon bald die News zur Batteriefertigung für Elektroautos?

Varta hat bekannterweise im Sommer 2020 300 Mio. Euro Fördergelder erhalten. Ich zitiere aus folgender Quelle https://www.electrive.net/2020/06/30/varta-erhaelt-millionen-foerderung-fuer-batterie-projekte/ zur Erinnerung, bitte Lesen Sie die Details genau:
 




„Varta wird mit den Fördergeldern an zwei Projekten arbeiten. Neben der Entwicklung der neuesten Generation kleinformatiger Lithium-Ionen Zellen mit höheren Energiedichten wird das Unternehmen den Schwerpunkt auf die Übertragung seiner Technologie auf größere Zellformate, etwa für Elektroautos, legen. Die größeren Zellen sollen aber auch etwa in stationären Batteriespeichern oder Robotern eingesetzt werden können“.

„Die europäischen Regierungschefs versuchen seit Jahren, hierzulande eine Batteriezellenproduktion aufzubauen, um die Abhängigkeit von den asiatischen Konzernen zu verringern. Im Falle von Varta ist die Hoffnung, dass der Weltmarktführer für kleine Batterien in Hörgeräten oder kabellosen Kopfhörern künftig auch Hochleistungsakkus für deutlich größere Geräte bauen kann.“
 



Dies war im Juni 2020.

Seither ist wenig passiert. Auch die Analysten haben wenig recherchiert, mir ist nichts Neues zu diesem Themenkomplex bekannt. Recherchieren wir also etwas tiefer. Meine Recherche führt mich zu der Annahme, dass bei Varta in den kommenden Monaten News zur Batteriezellproduktion für Elektroautos kommen könnten. Dazu möchte ich Ihnen die folgenden Punkte auflisten:

1.)
https://www.varta-ag.com/de/news-media/news/details/varta-ag-legt-grundstein-fuer-erweiterung-der-lithium-ionen-produktion-in-noerdlingen-im-beisein-von-ministerpraesident-markus-soeder

VARTA AG legt Grundstein für Erweiterung der Lithium-Ionen-Produktion in Nördlingen im Beisein von Ministerpräsident Markus Söder

So beginnt die damalige Pressemitteilung aus Juli 2020. Zwischen den Zeilen wird es interessant:
 



„Die VARTA AG hat in den vergangenen Jahren die Lithium-Technologie kontinuierlich verbessert und damit regelmäßig neue Industriestandards gesetzt. In dem neuen Werk werden dann Lithium-Ionen Zellen mit einer 30 Prozent verbesserten Energiedichte gefertigt. Neben der Entwicklung der neuesten Generation kleinformatiger Lithium-Ionen Zellen mit noch höheren Energiedichten plant der VARTA Konzern, seine innovative Technologie künftig auch auf größere Formate zu übertragen.“
 



Aha, Varta sagte also schon im Juli, man möchte deren Technologie auf größere Formate (daher Batterien für PKW, Nutzfahrzeuge etc.) übertragen.

2.)
Das große Batteriewerk in Nördlingen startete die Bauphase im letzten Jahr. Ich habe recherchiert und den Bauträger ausfindig gemacht!

Das Unternehmen Franz Traub baut das Projekt. Unter deren Referenzen wird der Baufortschritt sogar in zwei Updates mit Fotos beschrieben, siehe hier https://www.franz-traub.de/baufortschritt-neubau-lithium-ionen-zellenproduktion-varta-noerdlingen/ .

Dieses Update ist gut vier Monate alt, daher ist anzunehmen, dass die große Produktionsstätte in Nördlingen bereits vor der Vollendung steht? Aus Punkt 1.) der Pressemitteilung können wir auch folgendes entnehmen:



„Ab Anfang kommenden Jahres (also jetzt in 2021) werden dort Lithium-Ionen Zellen der neusten Generation mit hochautomatisierten Fertigungslinien hergestellt. (…) Neben der Entwicklung der neuesten Generation kleinformatiger Lithium-Ionen Zellen mit noch höheren Energiedichten plant der VARTA Konzern, seine innovative Technologie künftig auch auf größere Formate zu übertragen.“
 




3.)
Daher ist meiner Interpretation abzuleiten, dass Varta in der neuen Fabrik (welche sich ja nun vermutlich der Vollendung nähert) bald – also in diesem Jahr - auch größere Batterieformate fertigen wird!

4.)
Also liegt es doch sehr nahe, einmal in die offenen Stellenangebote bei Varta zu schauen.
Und was finden wir hier?
 



Für unseren Standort in Nördlingen suchen wir Sie als
Konstrukteur Mechanik für Lithium-Ionen-Akkus (m/w/d)

Ihre Aufgaben

  • Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien für kundenspezifische Projekte und selbstständige Erarbeitung von neuen Batteriekonzepten
  •  
  • Entwicklung und Konstruktion von Batterien für den Einsatz unter rauen Umweltbedingungen, wie Offroad Vehicles oder Baumaschinen
  • Definition von erforderlichen Gehäusen und mechanischen Batteriekomponenten
 https://jobs.varta-storage.com/jobposting/aa7df22e43bfde4a091d5bfb3180558e22393607
(…)

„neue Batteriekonzepte“ für Lithium-Ionen-Batterien?

Klingt doch nicht uninteressant!?
 
Sucht Varta also schon nach neuen Fachkräfte, sie sich schon in diesem Jahr auf die Entwicklung größerer Batterieformate konzentrieren sollen?
 
Wann fliegt der Deckel in der Varta Aktie?

Das Allzeithoch bei 138,70 Euro gilt als „Triggerpunkt“ für den großen Shortsqueeze. Dr. Dr. Michael Tojner hat es in der Hand. Sein Aktienpaket kann nochmals deutlich im Wert steigen, wenn er jetzt geschickt taktiert. Der Aktienmarkt ist „heiß wie nie zuvor“, was Aktien aus dem Bereich „neuer Energien/Elektroautos“ angeht. Jeder weiß dies, auch Herr Tojner.

Ein fundamental geschickt gezündeter Funke genügt, um der Varta Story neuen Schub zu verleihen.
 
Fazit:

Wird Varta „die neue Tesla“?
 
Viel Erfolg & bleiben Sie gesund!

 
Hinweis nach §34b WpHG:

Boris Schulze besitzt zum Zeitpunkt dieses Artikels Aktien von Varta und bespricht die Aktie in regelmäßigen Abständen im Kontext seines Börsenbriefes. Boris Schulze wird für diesen Artikel nicht bezahlt. Dieser Artikel entspricht ausschließlich der Meinung von Boris Schulze, welcher sich zu 100% irren kann. Sie dürfen die Aktie nicht aufgrund der Äußerungen in diesem Artikel kaufen. Bitte betreiben Sie immer Ihr eigenes Research. Sie allein tragen letztendlich die Verantwortung für den Kauf und Verkauf der Varta Aktie. Ein Totalverlust ist theoretisch immer möglich.

Datum der Erstellung des Beitrages: 14.01.2021
Kurs der Varta Aktie auf Xetra um 10.47 Uhr: 122,40 Euro
 

Dienstag, 4. Februar 2020

Tesla Aktie: Gewinne jetzt zwischen 800 - 1000 USD realisieren


04.02.2020 


Tesla Aktie: Gewinne jetzt zwischen 800 - 1000 USD realisieren

Die Tesla Aktie ist seit Herbst 2019 um über 300% im Wert gestiegen. Gestern ging diese mit etwa 760 USD aus dem Handel. Es war das größte Handelsvolumen der letzten fünf Jahre, gepaart mit einem der stärksten prozentualen Anstiege der letzten Jahre. Vermutlich geht der Anstieg noch weiter in Richtung 1000 USD. Realisieren Sie jetzt langsam Ihre Gewinne.
Am 29. Oktober 2018 testete ich als einer der ersten Europäer überhaupt das neue „Model 3“ Auto von Tesla. Unabhängig und exklusiv. Einzusehen unter


Ich titelte damals:
„Dieses Auto wird die Automobilbranche weltweit auf den Kopf stellen. Der „Iphone-Effekt“ ist zurück! Ich werde dieses Auto kaufen!“

Zur Aktie schrieb ich:
Ich denke, dass der Aktie von Tesla eine goldene Zukunft bevorsteht. Ich persönlich halte eine Verdoppelung des Aktienkurses für sehr realistisch.
Leider erntete ich auch zu dieser Zeit viel Kritik. Kritik durch blanke Unwissenheit. Es folgte ein Jahr der großen Schmerzen, was die Entwicklung der Aktie anging. Letztendlich sollte ich aber Recht behalten:





Rückblickend hat es einfach länger gedauert, bis sich die Wahrheit durchgesetzt hat. Das Model 3 als Elektroauto hat den Markt aufgerollt, wie kein anderes Auto. Ich habe das Auto damals im Jahr 2018 exklusiv und unabhängig, vor der Masse, getestet (siehe Artikel). Ich hatte einen großen Wissensvorsprung. Mittlerweile will fast jeder, der ein Elektroauto kaufen will, ein Tesla Auto haben. Es macht einfach Spaß, zu fahren. Ich kann dies aus der täglichen Praxis frei raus weitergeben. Erstaunlich ist, wie lange es gedauert hat, bis dieses Wissen auch die Masse erreicht hat. Gezielte Manipulationen in der Presse zu Elektroautos und speziell Tesla´s Autos und deren Aktie haben die Wahrheit lange unterdrückt. Sei´s drum. Am Ende setzt sich ein „echtes Produkt“ eben immer durch!
Also musste der Aktienkurs auch steigen. Es hat wirklich lange gedauert. Länger, als ich gedacht habe. Da möchte ich ehrlich sein. Sie glauben gar nicht, was ich mir alles hab anhören müssen, zur Tesla Aktie. Die wildesten Berechnungen, die wildesten Lügen, einfach alles, was möglich war, um die Aktie und vor allem das geniale Auto, schlecht zu machen. Hier wurde gelogen und betrogen, wie ich es vorher noch nie erlebt habe. Nicht umsonst war die Tesla Aktie zur damaligen Zeit die meist leerverkaufte Aktie an der gesamten Wallstreet. Ich glaube bis zu 15 Mrd. USD an Kapital war short auf die Aktie. Es war der blanke Wahnsinn, was da jeden Tag los war. Wirtschaftskrieg par excellence.

Jetzt hat sich das Blatt hier final geändert. Die Leerverkäufer mussten über die letzten Monate die Positionen am Markt zurückkaufen. Tesla konnte bereits zwei Quartale nacheinander einen Gewinn ausweisen. Die von der Presse und den Leerverkäufern immer wieder in Aussicht gestellte „Insolvenz“ war natürlich nie ein Thema. Hier eine schöne Grafik, die den Verlauf illustriert:




 

Die Leerverkaufsquote ist so tief, wie nie zuvor. Parallel dazu steigt die Aktie so hoch, wie nie zuvor. Dies bedeutet übersetzt: Die Leerverkäufer (Wette auf fallende Kurse) mussten die geliehenen Aktien aktiv über den Markt zurückkaufen. Dies treibt den Kurs exponentiell nach oben. Vor wenigen Monaten standen noch rund 44 Mio. Aktien short im Buch. Dies waren ca. 1/3 aller ausstehenden Tesla Aktien, die frei handelbar waren. Diese Quote sinkt nun auf „nur noch“ rund 25 Mio. Aktien. Nach dem gestrigen „Shortsqueeze“ (Aktie stieg um ~20% mit dem größten Handelsvolumen der letzten fünf Jahre), müsste diese Anzahl der leerverkauften Aktien weiter gefallen sein.

Gewinne jetzt realisieren

Sollten Sie die Aktie von Tesla noch in Ihrem Depot besitzen, würde ich die Aktie jetzt sukzessive zwischen 750-1000 USD verkaufen. Nehmen Sie die die üppigen Gewinne mit! Kaufen Sie sich ein Model 3, falls Sie mögen. Sie werden großen Spaß an dem Auto der Zukunft haben. Über meinen Link gibt es im Übrigen 1500 KM freies Aufladen: https://ts.la/boris23360 .

Die Tesla Aktie ist jetzt absolut heiß gelaufen. Die Aktie ist in einer „Fahnenstange“ (steiler Anstieg) sondergleichen. Die Bewertung von Tesla ist jetzt exorbitant hoch. Die Marktkapitalisierung liegt nun im Bereich um 140 Mrd. USD!
Dies ist zu viel. Die Aktie läuft heiß und wird stark korrigieren. Ich bin Tesla Fahrer und Freund der Aktie. Verstehen Sie mich nun nicht falsch. Trotzdem ist die Aktie jetzt in die mehr als faire Bewertung hineingelaufen. Fahnenstangen dieser Art korrigieren immer, früher oder später.
Was Sie jetzt noch nirgendwo lesen, ich Ihnen aber schon jetzt sagen möchte:
Vermutlich wird Tesla im ersten Quartal 2020 sogar einen Verlust aufzeigen. Darauf hat der CFO im letzten Analystengespräch bereits hingedeutet. Dies wird aktuell aber noch vollkommen ausgeblendet, da auf einmal jeder die Aktie haben will. Hier wiederum exklusiv für Sie die Aussagen:

For Q1, please keep in mind that the industry is always impacted by seasonality. Additionally, we are in the process of ramping two major products Model 3 in Shanghai and Model Y in Fremont, which I expect will temporarily weigh on our margins. We are also in the early stages of understanding if and to what extent we may be temporarily impacted by the Coronavirus At this point, we're expecting a 1 to 1.5 week delay in the ramp of Shanghai built Model 3 due to a government required factory shutdown. This may slightly impact profitability for the quarter, but is limited as the profit contribution from Model 3 Shanghai remains in the early stages. We are also closely monitoring whether there will be interruptions in the supply chain for cars built in Fremont. So far we're not aware of anything material, but it's important to caveat that this is an evolving story.

 
Fazit: Die Aktie läuft in einen finalen „Blowoff“ in Richtung 1000 USD. Seien Sie schlauer als die Masse. Nehmen Sie Gewinn in der Tesla Aktie mit. Ich sehe die Aktie in diesem Jahr zu einem Zeitpunkt wieder bei 500 USD oder tiefer.

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Kostenloses Probeabo jetzt für 14 Tage unter www.boersenmillionaer.de 

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Hinweis nach §34b WpHG: Boris Schulze besitzt zum Zeitpunkt dieses Artikels KEINE Aktien von Tesla und bespricht die Aktie in regelmäßigen Abständen im Kontext seines Börsenbriefes. Der Autor kann sich zu 100% irren. Sie dürfen die hier erwähnten Aktien nicht aufgrund der hier aufgeführten Aussagen dieses Artikels kaufen oder verkaufen. Sie allein sind für den Kauf oder Verkauf der Aktie verantwortlich.

Mittwoch, 24. Oktober 2018

Mein unabhängiger Tesla Model 3 Testbericht aus Österreich


Mein unabhängiger Tesla Model 3 Testbericht aus Österreich


-          Meine Gedanken nach dem Testtag: „Dieses Auto wird die Automobilbranche weltweit auf den Kopf stellen. Der „Iphone-Effekt“ ist zurück! Ich werde dieses Auto kaufen!



Ich bin Tesla Aktionär, aber sicherlich kein Tesla „Lemming“. Ich fahre seit fast 20 Jahren Mercedes. Auch von Daimler halte ich Aktien. Ich mag meinen Mercedes. Allerdings hat sich dies nach meinem Testtag im Tesla Model 3 schlagartig geändert. Ich habe mir das Tesla Model 3 nach meinem Testtag sofort reserviert. Ich bin kein professioneller Autotester, dafür ein engagierter Aktienhändler und Finanzjournalist seit über 15 Jahren. Ich handele unabhängig, aber nicht uneigennützig. Ich denke, dass der Aktie von Tesla eine goldene Zukunft bevorsteht. Ich persönlich halte eine Verdoppelung des Aktienkurses für sehr realistisch.

Keine andere Aktie polarisiert mehr als die Aktie von Tesla. Kein anderes Auto polarisiert die Gemüter mehr als ein Tesla. Kein Tag in den weltweiten Medien ohne negative Schlagzeilen über Tesla und seinen Firmenlenker Elon Musk. Kein anderes Auto als das Tesla Model 3 hat jemals mehr polarisiert. Kein anderes Auto hat jemals zuvor mehr als eine halbe Millionen Vorbestellungen weltweit erhalten. Kein anderes Auto weltweit wird so sehr erwartet, wie das Model 3. Kein anderes Elektroauto kann dem Tesla Model 3 zurzeit das Wasser reichen. Zwar sind die Bemühungen der namhaften Autohersteller groß, ein konkurrenzfähiges Elektroauto anzubieten. Bislang und voraussichtlich auch bis ins Jahr 2022 gibt es jedoch kein vergleichbares Elektroauto auf dem Markt in der Preisklasse des Model 3. Mit dem Model 3 wird Tesla erstmalig in der Geschichte der Elektroautomobile den Massenmarkt erreichen. Auch preislich!

Die Produktion und Auslieferung des Model 3 steigerte Tesla auf Quartalssicht zuletzt im dreistelligen Prozentbereich (1). Das Model 3 mauserte sich im September zur Nummer 1 unter den meistverkauften Autos amerikanischer Hersteller (2). Wohlgemerkt sprechen wir von einem Elektroauto, welches alle Benziner namhafter US-Hersteller abgehangen hat. Zudem gelang es Tesla erstmalig in den USA, namhafte deutsche Autokonzerne wie Daimler in den Verkäufen zu überbieten (3). Die Aktienkurse von Daimler und BMW nähern sich den Tiefstständen der letzten fünf Jahre. Beide Unternehmen präsentierten jüngst satte Gewinnwarnungen (4). Dies kommt nicht von ungefähr, denn:


Die Revolution im Automobilsektor beginnt genau jetzt!


Dies schmeckt den „global Playern“ der Autobranche natürlich nicht. Entsprechend hoch ist der tägliche Anteil an negativen Presseberichten weltweit über Tesla. Nicht umsonst war Tesla bis vor wenigen Wochen die am höchst leerverkaufte Aktie an der gesamten Nasdaq. Schätzungen zufolge wettete ein Kapital in Höhe von 12-13 Mrd. Dollar gegen Tesla und somit auf den Untergang des Unternehmens. Aktuell ist Tesla mit fast 10 Mrd. USD die am dritt höchst gewichtete, leerverkaufte Aktie am amerikanischen Markt (5). Es besteht also großes Interesse der Wirtschaft, Tesla zu Fall zu bringen.
 

Noch im letzten Jahr spotteten deutsche „Autoexperten“ öffentlich über Tesla. Hier möchte ich Helmut Becker in einem n-tv Interview kurz zitieren (6): 


Tesla ist derzeit einfach eine Modeerscheinung – ein "One-Hit-Wonder". Denn die Verfolger sind schon unterwegs, und die können richtige Autos bauen, etwa Volvo, Audi, BMW, Daimler, die ganze Palette.


Aus dem Spott sollte mittlerweile große Angst geworden sein. Diese wäre angebracht, denn mit dem Model 3 wird es Tesla sehr wahrscheinlich erstmalig in der Geschichte der Automobile gelingen, ein aktuell konkurrenzloses Elektroauto als „Massenprodukt“ zu etablieren.


Grund genug für mich, das Tesla Model 3 selber zu testen. 


Ich hatte es satt, jeden Tag die „hausgemachte“ schlechte Presse über Tesla zu lesen. Es muss doch einen Grund geben, weshalb das Model 3 langsam aber sicher zum Überflieger in Amerika avanciert. Leider läuft die Massenproduktion des Model 3 in Amerika gerade erst richtig an. Einen Termin für die europäische Auslieferung hat Tesla noch nicht genannt. Deshalb ist das Model 3 hier bei uns in Europa auch noch nicht zu kaufen. Nach meiner Reservierung des Model 3 in der letzten Woche wurde mir eine Lieferzeit von geschätzten 12-18 Monaten für Deutschland genannt. So hoch sei die Nachfrage aktuell! Trotzdem wollte ich das Model 3 unbedingt testen, um mir einen echten Wissensvorsprung zu verschaffen. Nahezu jeder Pressevertreter, der etwas Schlechtes über das Model 3 schreibt, hat das Auto noch gar nicht selber testen können! Echter „Schreibtischjournalismus“ eben.

Ich setzte alle Hebel in Bewegung. Mir gelang es, einen Test des Tesla Model 3 in Österreich zu arrangieren. Die US-Version des Model 3 wurde über die österreichische Firma „G-Electric“ nach Österreich importiert. In Österreich ist es das aktuell einzig zugelassene, us-importierte Model 3 auf den Straßen. In Deutschland gibt es meines Wissens nach ebenfalls nur zwei Autovermietungen, welche das Model 3 importiert und zugelassen bekommen haben. Meinem Testtag stand nichts mehr im Wege.
 

Letzte Woche Dienstag konnte ich das Model 3 in Hallein in der Nähe von Salzburg abholen. Ich bin nie zuvor ein Elektroauto gefahren. Ich habe viel über das Model 3 gelesen. Amerikanische Besitzer teilen auf Twitter und Youtube voller Stolz ihre Erfahrungen mit dem laut ihnen „wohl besten Auto, was jemals entwickelt wurde“. Das „Iphone der Automobilbrache“ sollte erkundet werden! Entsprechend aufgeregt war ich auf der Fahrt nach Hallein. Da ich unabhängig arbeite, konnte ich mich voll und ganz auf meine Eindrücke konzentrieren. Der Testtag war also komplett frei von irgendwelchen Interessen. Ich bin kein professioneller Autotester. Ich gebe im Folgenden meine Eindrücke 1:1 wieder, welche bei vielen anderen Interessenten meines Alters sicher ähnlich ausfallen dürften. Fotos und Videos zum Testtag finden Sie am Ende dieses Artikels. Das Tesla Model 3 trifft meiner Meinung nach die Zielgruppe 30-55 Jahre. Über Geschmack und Interessen lässt sich natürlich immer streiten…


Da stand es nun, das Tesla Model 3. Ich war also einer der ersten Deutschen überhaupt, welcher das Model 3 testen konnte. Der erste Eindruck überraschte mich sofort positiv! Die Form und die Karosserie ähneln von der seitlichen Ansicht stark einem schnittigen Sportwagen. Der erste Eindruck war sehr gut. Kurz von außen inspiziert, fiel mir auf, dass der Kofferraum anders ist. Tiefer nach unten gezogen mit einer anderen Öffnung gegenüber mir bekannten Autos. Gewöhnungsbedürftig! Das Platzangebot im Kofferraum ist in Ordnung, aber nicht überragend. Vorne, da der Motorblock entfällt, findet sich nochmals eine kleiner „Kofferraum“ vor. Soviel zu den „negativen“ Aspekten, welche mir während des gesamten Testtages auffielen. Mehr war da dann wirklich nicht.

Während der Vermieter noch einige Formalien bearbeitete, setze ich mich als Erstes nach hinten auf die Rücksitzbank. Denn angeblich – so kursiert es im Internet – könne man hinten auf der Rückbank unmöglich sitzen. Wieder so eine „Internetente“, dachte ich. Natürlich, mit einer Körpergröße von 2 Metern wird es definitiv unbequem. Mit rund 1,75 cm sieht es anders aus. Das Platzangebot zu den Vordersitzen ist in Ordnung, aber nicht überragend. Hinten finden sich tolle Ledersitze mit einer mittigen Ablage für Getränke vor. Zusätzlich zwei USB-Ladeplätze. ISOFIX für den Kindersitz ist auch vorhanden. Über mir schwebte ein komplettes Glasdach mit einer tollen Aussicht nach oben. Das hatte schon was! Alle Formalien waren erledigt, jetzt durfte mein Testtag beginnen.

Ich wechselte auf den Fahrersitz. Es beschlich mich sofort ein Gefühl, dass genau dieser Testtag mein Fahrverhalten dauerhaft verändern könnte. Ich spürte den „Iphone-Effekt“. Dazu muss ich kurz ausholen, um Ihnen eine schmerzhafte Anekdote und eine gewonnene Lebenserfahrung mitzuteilen. Dies ist für den Tesla ungemein wichtig!

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Ich glaube es war das Jahr 2007, als mir ein Bekannter das erste Iphone aus den USA zuschickte. In Deutschland noch gänzlich unbekannt, auch mir. Iphone, was ist das? Apple, wer ist das? Neues Telefon, hört sich gut an. Der damalige Wissensvorsprung war mir nicht bewusst. Ich war noch nicht soweit. Um es kurz zu halten: Das Iphone kam an und ich verkaufte es wenige Tage später über Ebay. Ich entschied mich wieder für mein geliebtes Motorola oder Samsung Telefon mit Stift-Bedienung. Wie Sie sich heute vorstellen können, war dies trotz meines Wissensvorsprungs eine sehr schmerzhafte und dumme Entscheidung. Nach wenigen Monaten, als dann irgendwie jeder ein Iphone nutzte, hat es auch mich überzeugt. Der Effekt ist bekannt. Ich schwor mir: Wenn es die technische Entwicklung wieder zulässt und ich jemals wieder die Chance bekommen sollte, an dieser durch irgendein neues Produkt frühzeitig teilzuhaben, wird mir mein persönlicher „Iphone-Fehler“ nicht noch einmal passieren. Damit zurück zum Tesla.
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Da war er plötzlich, der Moment auf den ich viele Jahre gewartet hatte. Trennen Sie sich bitte von allen bekannten Vorstellungen eines Interieurs, die Ihnen bekannt sind. Tesla hat mit dem Model 3 etwas komplett Neues entwickelt, was es so zuvor noch nicht gab. Da war er, der „Iphone-Effekt“!

Welches Interieur? Wo ist die Tachoanzeige? Wo ist das Zündschloss? Wo sind die vielen bekannten Knöpfe für die Klimaanlage, Lüftung, Lichter, Spiegel, Airbags, Heizung etc. geblieben? Sie existieren nicht mehr! Die komplette Bedienung des Autos wurde neu durchdacht. Das Tesla Model 3 wird über einen Touchscreen bedient, ähnlich einem Ipad, nur größer. Direkt zentral, mittig an der Konsole des Autos platziert. Elegant, fest, hochauflösend, leicht zu bedienen. Ich hatte bereits zuvor das Tesla Model X und das Model S angeschaut, aber das hier war anders. Der „Iphone-Effekt“, da war er nun, definitiv!  Die Lüftung platzierte Tesla intuitiv neu über die ganze Frontkonsole, elegant verarbeitet, nicht als solche zu erkennen. Gesteuert wurde diese ebenfalls über den Touchscreen, wie alle anderen Funktionen, außer dem Warnblinker.  Ich startete das Model 3 über eine Plastik-Chipkarte mit einem Wisch über die Konsole. Dies wäre auch mit der Tesla-App möglich, welche mir am Testtag aber nicht zur Verfügung stand. Dem Vermieter sagte ich, dass ich eine kurze Testfahrt einplane. Er wiederum entgegnete mir, ich könne das Model 3 bis zum späten Abend fahren. Vermutlich wusste er, dass mein Plan einer kurzen Testfahrt nicht ausreichen werde. So sollte es dann auch kommen!

Das Model 3 startete, ich hörte nichts. Stille. Wer schon einmal ein Elektroauto gefahren ist, wird sich dessen Effekt bewusst sein. Für mich war es neu. Los ging meine Reise im Tesla Model 3. Völliges Neuland! Die Akkuanzeige zeigte mir eine stolze Reichweite in der „Long-Range“ Version des Model 3 von rund 410 KM Reichweite an. Natürlich war ich skeptisch. Zu viele Vorurteile kursierten in meinen Gedanken. Was, wenn ich öfter mal schnell fahre? Was, wenn ich die Klimaanlage nutze? Schließlich waren es in Österreich an diesem Tag bis zu 25 Grad. Was, wenn ich zulange Radio höre? Wie schnell wird die Batterieleistung fallen? Die typischen Gedanken eben, die vermutlich jeden durch den Kopf gehen. Auch hier sollte ich eines Besseren belehrt werden!

Natürlich war es erst einmal ungewohnt, ein Auto zu fahren, in dem wirklich alles „neu“ ist. So war es damals beim Iphone aber auch. Nach wenigen Stunden hat sich jeder an die Bedienung eines Iphones intuitiv gewöhnt. Ähnlich ist es beim Tesla Model 3. Die Geschwindigkeitsanzeige ist direkt im oberen rechten Blickwinkel des Touchscreens. Nach kurzer Zeit habe ich mich daran gewöhnt. Die Bedienung der Menüs geht ebenfalls leicht von der Hand. Jeder, der ein Iphone oder Ipad bedienen kann, wird im Tesla Model 3 keine Schwierigkeiten haben. Wer es nicht kann, wird es binnen wenigen Stunden erlernen. Die auf dem Touchscreen integrierte Navigation leitet mich sehr gut sichtbar (auf den Fotos unten sind die Karten teilweise nicht ganz dargestellt. Dies lag schlicht daran, dass das importierte Model 3 zu meinem Testtag ohne Internetverbindung fuhr). Ich bin noch sehr vorsichtig, zu groß ist der Respekt. Der Rückspiegel ist in der US-Version ebenfalls sehr gewöhnungsbedürftig, was sich mit der Zeit aber ebenfalls legte. Das Auto rollt, leise und elegant. Ich warte an der Straßenkreuzung, hinter mir ein ungeduldiger Österreicher in seinem Fahrzeug. Die Strecke vor mir geht bergab, kurvig. 80 KM sind erlaubt. Ich fahre – immer noch sehr vorsichtig – auf die Hauptstraße auf. Das Fahrzeug hinter mir drängelt. Ok, ich muss Gas geben. Die Reise beginnt.

Da ist er, der „Tesla-Effekt“. Wer schon einmal einen Tesla S oder X gefahren ist, wird wissen, wovon ich rede. Das Auto hinter mir versinkt im Rückspiegel, ich schieße durch die Kurven und überschreite die Höchstgeschwindigkeit von 80 KM deutlich. Was war das? Ein breites Grinsen breitet sich in meinem Gesicht aus. Ich fange an zu lachen. Ich fahre durch Hallein über die Autobahn in Richtung Obertauern/Untertauern/Schladming. Hoch in die Berge, kurvenreiche Straßen, bestes Wetter. Ein perfekter Testtag. Die Klimaanlage läuft samt Radio, ich nutzte das Tesla Model 3 wie meinen Benziner. Über den Touchscreen kann ich drei Trips individuell stoppen, kann so also die mir angezeigte Reichweite der Batterie kontinuierlich messen. Ich testete das Auto unter allen mir möglichen Bedingungen. Von 0-100 auf gerader Strecke aus dem Stand (zum Glück herrschte kein Verkehr) in rund 5,5 Sekunden. Von 0-100 an einem extrem steilen Berg in etwas unter sieben Sekunden. Bitte nageln Sie mich nicht auf etwaige Millisekunden fest, ich bin kein professioneller Autotester. Die Beschleunigung ist toll. In der dual Motor Version des Model 3 soll es in etwa 3,5 Sekunden von 0-100 gehen. Wow, wie muss sich das erst anfühlen?

Meine Fahrt setzt sich durch enge, kurvenreiche Bergstraßen fort. Tempo, Tempo, Tempo. Nie zuvor bin ich so schnell, aber sicher durch so enge Kurven gefahren. Die Beschleunigung und das Fahrverhalten sind für mein Empfinden Weltklasse. Ein riesen Spaß! Mein Iphone lagerte unterdessen sicher in einem Ladesteckplatz vorne in der Konsole. Ausreichend Platz für zahlreiche Utensilien wie Portemonnaie, Getränke etc. ist ebenfalls vorhanden. Aus der zuvor angedachten, kurzen Testfahrt sollte ein Tagesausflug mit fast 400 gefahrenen Kilometern werden. Ich kann mich nicht zurückerinnern, freiwillig jemals 400 KM lang ein Auto getestet zu haben. Der Iphone-Effekt, da war er. Unbeschreiblich!

Auf der Autobahn mit rund 140 KMH (in Österreich liegt die Höchstgeschwindigkeit bei 130 KMH) unterwegs, unzähligen Tempospurts von 0-100 und einer „normalen“ Nutzung der Klimaanlage sowie des Radios, all dies ließ der zuvor angezeigten Akkulaufzeit von rund 410 KM Reichweite keinen Schaden nehmen. Ich war absolut verblüfft und hätte hier jede Wette verloren.

Am Abend gab ich das Tesla Model 3 zufrieden, überwältigt und erschöpft in Hallein zurück. Über Nacht lädt der Akku wieder auf volle Leistung, natürlich nur zu einem Bruchteil des Geldes im Vergleich zum Betanken eines Benziner. Als ich mit meinem Mercedes zum Hotel zurückfuhr, konnte ich nicht glauben, wie langsam und anders mein mit fast 300 PS motorisierter Benziner plötzlich fuhr. Wozu diese vielen Knöpfe? Wie umständlich ist mir diese „altbekannte“ Bedienung nach nur einem Tag geworden? Wieder kam mir der Vergleich zwischen Nokia und Apple in den Sinn. Sie wissen, wovon ich spreche!?

Am nächsten Tag reservierte ich mir sofort das Model 3 online, gegen eine Anzahlung von 1000 €. Nie zuvor habe ich so schnell ein anderes Auto gekauft bzw. reserviert. Der Iphone-Effekt, er ist zurück! Ich bin mir sehr sicher, dass sehr viele Menschen genau das Gleiche erleben werden, wie ich es erleben durfte. Das Model 3 wird voraussichtlich im nächsten Jahr in Deutschland ausgeliefert. Dieses Auto wird die Automobilbranche weltweit auf den Kopf stellen. Entsprechend positiv bin ich für die Aktie gestimmt! Wer anders denkt, soll das Auto bitte erst fahren, bevor er negativ daherredet. Alles andere ist zwecklos!

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass die Funktion des autonomen Fahrens in Österreich aufgrund des US-Importes des Autos leider nicht zur Verfügung stand. Ebenfalls konnten zahlreiche Funktionen wie das automatische Einparken über die vielen Kameras des Model 3 leider nicht genutzt werden. Mit diesen Funktionen wäre mein Testtag und mein Fazit noch besser ausgefallen, insofern dies überhaupt noch möglich ist. 



Hier finden Sie nun einige Bilder des Tesla Model 3 während meines Testtages sowie einige kurze Videos. Viel Spaß damit!

























 

Hinweis nach §34b WpHG: Boris Schulze besitzt zum Zeitpunkt dieses Artikels Aktien von Tesla und Daimler und bespricht die Aktie von Tesla in regelmäßigen Abständen im Kontext seines Börsenbriefes. 

Erweiterter Hinweis: Dieser Testbericht wurde frei von Veräußerungen oder sonstigen Zuwendungen erstellt. Der Testbericht spiegelt zu 100% die freie Meinung des Autors wieder.



Quellen: